Irene Nickel

Mein unsystematischer Streifzug durch die Philosophie

Meine erste intensive Begegnung mit Philosophie fand in der Schule statt, in einer Arbeitsgemeinschaft für Philosophie. Wir besprachen Descartes’ Suche nach einem unerschütterlichen Fundament der Erkenntnis:
wie konsequent er alles in Frage stellte, und wie er schließlich
zu seinem berühmten Schluss gelangte: „Cogito, ergo sum.“
Ich war beeindruckt.

Schon bald war mir aber eine Schwachstelle dieses Ansatzes klar:
Bei seiner Überlegung, die zum „Cogito, ergo sum“ führte,
hatte Descartes seinen Verstand benutzt.
Wenn nun das Ergebnis einer Überlegung unbezweifelbar sein soll,
dann muss ebenso unbezweifelbar sein,
dass der Verstand dessen, der die Überlegung angestellt hat,
dabei fehlerfrei gearbeitet hat.
Descartes war sich im Klaren, dass er damit rechnen musste,
dass sein Verstand nicht immer fehlerfrei arbeitete –
wie wollte er dann seine Meinung begründen,
dass sein Verstand gerade bei dieser Überlegung
unbezweifelbar fehlerfrei gearbeitet hätte?

 
Während meines Mathematik-Studiums hatte ich Gelegenheit, die Vorlesung „Probleme des Wahrscheinlichkeitsbegriffs“
von Professor Dr. Erhard Scheibe zu hören. Dort erfuhr ich, wie ein scheinbar so einfacher Begriff erhebliche Probleme mit sich brachte, und welch faszinierende Herausforderung es sein konnte, an der Lösung dieser Probleme zu arbeiten.

 
Etwa zur gleichen Zeit lernte ich ein weiteres Thema der Philosophie kennen: die Religionskritik. Ich las das Buch „Warum ich kein Christ bin“ von Bertrand Russell. Später las ich u. a. „Das Wunder des Theismus“
von John Leslie Mackie sowie „Das Elend der Theologie“ von Hans Albert.

 
Einer der Hauptbereiche der Philosophie, die Ethik, geriet in mein Blickfeld, weil einige besonders interessante Aspekte der Politik – Schwangerschaftsabbruch, Umgang mit Embryonen, Sterbehilfe – mit Ethik zu tun haben.

In diesem Zusammenhang las ich auch das Buch „Praktische Ethik“
des umstrittenen Philosophen Peter Singer. Seinen Ansatz des
Präferenzutilitarismus fand ich überzeugend – seine Schlussfolgerungen teilweise nicht. Warum nicht, darüber nachzudenken war für mich
eine interessante Herausforderung.

Und nicht unwichtig: Denn scharfen Widerspruch verdienen
nach meiner Überzeugung die Ansichten, die Singer in diesem Buch
zur Tötung von behinderten Neugeborenen äußerte. Er betrachtete den Fall von Paaren, die dann, wenn sie kein behindertes Kind aufzuziehen hätten, stattdessen ein anderes Kind bekommen würden, das vermutlich
ein besseres Leben haben würde. Dazu schrieb er: „Mir ist nicht ersichtlich, wie sich die Ansicht verteidigen ließe, Föten vor der Geburt dürften ‚ersetzt’ werden, neugeborene Säuglinge dagegen nicht.“ (S. 186)

Ich denke, dass diese Ansicht sich sehr wohl verteidigen lässt.
Einiges dazu schrieb ich unter Wann beginnt das Recht auf Leben?.
Ich trete dafür ein, dass dem Leben eines neugeborenen Kindes
eine sehr viel größere Bedeutung beigemessen werden muss
als dem Leben eines unreifen Fötus; erst recht muss dem Leben
des bereits geborenen Kindes eine sehr viel größere Bedeutung beigemessen werden als dem Leben eines anderen Kindes,
das noch nicht einmal gezeugt worden ist und das vielleicht nie gezeugt werden wird. Das geborene Kind hat Interessen, und es hat Rechte;
wenn hingegen das andere Kind nie gezeugt und nie geboren wird,
dann hat es auch niemals ein Interesse am Leben oder ein Recht auf Leben, das verletzt werden könnte.

 
Mit großem Interesse las ich – viel später – das Buch „Ethik“
von John Leslie Mackie. Da ich der Meinung war (und bin),
dass Ethik dazu da ist, von Nutzen zu sein,
war ich lange Zeit geneigt gewesen, meine Auffassungen zur Ethik
dem Utilitarismus zuzuordnen. Doch dann las ich in dem Buch Mackies Erklärung:

„Meine eigene Theorie ließe sich [...]
als eine utilitaristische im weitesten Sinn bezeichnen.
Doch es ist meines Erachtens weniger irreführend,
die Wörter ‚Nützlichkeit’ und ‚Utilitarismus’ ganz fallen zu lassen,
als sie in einem so weiten Sinn weiter zu verwenden,
dass dabei die für sie charakteristische Gedankenverbindung
zu quantitativem Messen und Abwägen sowie zu auswechselbaren Befriedigungen verloren geht. (S. 186)

Ich stellte fest, dass ich Ähnliches auch von meinen Auffassungen
sagen könnte. Ich ordne sie jetzt nicht mehr dem Utilitarismus zu.

Ein wichtiger Punkt in Mackies Buch ist aus meiner Sicht
seine Kritik an Arten der Moral, die so anspruchsvoll sind,
dass keinerlei Aussicht auf Verwirklichung besteht,
nicht einmal annäherungsweise:

„Etwas als Moral im weiten Sinn vertreten,
was zwar ein bewundernswertes Ideal sein mag,
dennoch aber als solches unmöglich zu verwirklichen ist,
bringt gewöhnlich [...] mehr Nachteile als Vorteile mit sich.
Es verleitet dazu, moralische Prinzipien
nicht als wirkliche Handlungsnormen zu verstehen,
sondern als Illusionen,
die mit Handlungen zwar einhergehen,
doch mit ihnen vollkommen unvereinbar sind. [...]

Die Moral mit irgendetwas gleichzusetzen,
dem man gewiss nicht folgt,
ist die sicherste Art und Weise, sie in Verruf zu bringen –
sie praktisch in Verruf zu bringen,
denn damit kann eine theoretische Hochachtung
sehr leicht einhergehen.“ (S. 166)

Diese Kritik richtet Mackie nicht nur gegen den „Akt-Utilitarismus“,
eine extreme Form des Utilitarismus,
sondern ausdrücklich auch gegen das biblische Gebot
„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“,
soweit es, wie das häufig der Fall ist, verstanden wird
als „Aufforderung zu einem universalen und unparteiischen Wohlwollen gegenüber allen Menschen“. (S. 165)

 
Der Ethik eng verwandt ist aus meiner Sicht die Lebenskunst.
Das Gemeinsame:
Interesse am Wohlergehen von Menschen.
Der Unterschied:
In der Ethik richtet sich das Augenmerk
vor allem auf die Folgen unseres Verhaltens für andere,
in der Lebenskunst vor allem auf die Folgen für uns selbst.

Beides ist eng miteinander verwoben.
Wenn es den Menschen, die uns wichtig sind, gut geht,
dann freuen wir uns,
und wenn es ihnen nicht so gut geht,
dann fühlen auch wir uns nicht so wohl.

Andererseits gibt es natürlich Konflikte
zwischen den eigenen Interessen und denen anderer Menschen.
Für solche Fälle halte ich nichts davon,
Selbstlosigkeit zu propagieren.
Ethik soll dem Wohlergehen von Menschen dienen –
warum sollte ausgerechnet die eigene Person
davon ausgenommen sein?
Auch von der Ethik her sehe ich keinen Grund,
sich selbst schlechter zu behandeln als andere Menschen.

 
Zur Lebenskunst gehört die Frage nach dem Sinn des Lebens.
Mit vorgegebenen Antworten
kommt man dabei m. E. nicht weit..
Ich sehe es wie Hermann Hesse:
„... das Leben ... hat nur ganz genau so viel Sinn,
als wir selber ihm zu geben imstande sind.“

 
Irgendwann – ich muss etwa 40 Jahre alt gewesen sein – hielt ich es für sinnvoll, mir einen Überblick über die gesamte Philosophie zu verschaffen. Ich las „Kleine Weltgeschichte der Philosophie“
von Hans Joachim Störig.

Besonders in Erinnerung geblieben
sind mir die Ausführungen über die Vorstellung des Buddhismus,
es gebe kein „dauerhaftes, beharrendes Sein“
und ebenso wenig ein „dauerhaftes, sich selbst gleichbleibendes Ich“.

Einige Stellen in Störigs Buch forderten mich zu kritischen Kommentaren heraus. Unter anderem die folgende auf S. 358:

„Den Wissenschaften lässt Hume durchaus ihr Recht,
der Mathematik als analytischer Lehre
von den Quantenverhältnissen unserer Vorstellungen
sogar absolute Gewissheit,
den Tatsachenwissenschaften – soweit sie sich auf Tatsachen,
das heißt Impressionen und das von diesen Abzulernende
beschränken – zwar nicht die Gewissheit der Mathematik,
aber doch einen hohen Grad von Wahrscheinlichkeit.“

Absolute Gewissheit ist unerreichbar,
das hatte ich schon bei meinen Überlegungen zu Descartes festgestellt.
Menschen machen Fehler,
und das kann ihnen auch in der Mathematik passieren.
Wie wahrscheinlich das unter welchen Bedingungen ist,
darüber können wir uns anhand unserer Erfahrungen ein Urteil bilden.
Es stimmt zwar, dass die Wahrscheinlichkeit extrem gering ist,
dass ein mathematischer Satz, der zum Stoff der ersten Semester gehört, noch ohne jeden fehlerfreien Beweis sein könnte.
Wenn aber für einen bislang unbewiesenen Satz
ein Beweis vorgelegt wird, der sich über 200 Seiten erstreckt,
dann ist die Wahrscheinlichkeit gar nicht mehr so gering,
dass sich darin ein Fehler verbergen könnte.
Damit muss man selbst dann noch rechnen,
wenn dieser Beweis von mehreren Professoren überprüft worden ist.
    (So sehe ich es u. a. aufgrund von Erfahrungen, die ich und andere
    beim Korrekturlesen von Texten gemacht haben; trotz aller Sorgfalt
    rutscht da immer mal ein Fehler durch.
    Beim Überprüfen mathematischer Beweise kommt das Problem hinzu,
    dass darin nicht nur schlichte Flüchtigkeitsfehler vorkommen können,
    sondern auch Fehler der Art, dass Hilfssätze angewendet werden,
    wo die Voraussetzungen dafür nicht gegeben sind.)

Den wesentlichen Unterschied
zwischen analytischen Aussagen (wie in der Mathematik)
und synthetischen Aussagen (wie z. B in den Naturwissenschaften)
sehe ich nicht auf dem Gebiet von Wahrscheinlichkeit oder Gewissheit,
sondern in der Methode ihrer Überprüfung:
Eine analytische Aussage wird überprüft,
indem alle darin vorkommenden Schlussfolgerungen überprüft werden –
eine synthetischen Aussage hingegen
kann nur unter Zuhilfenahme von empirischen Daten
(Beobachtungsdaten, Erfahrungsdaten) überprüft werden.

„Synthetische Erkenntnisse a priori“
kommen nach dieser Einteilung nicht vor,
und das halte ich nicht für einen Nachteil.
Obgleich kein Geringerer als Kant die Auffassung vertrat,
es gebe „synthetische Erkenntnisse a priori“,
und das sowohl in der Mathematik
als auch in den Naturwissenschaften.

„Mathematische Urteile“,
behauptete Kant sogar, „sind insgesamt synthetisch.“
1
Den Begriff des „analytischen“ Urteils fasste er sehr eng:
Ein (wahres) Urteil sollte nur dann „analytisch“ genannt werden,
wenn das Prädikat schon im Begriff des Subjekts enthalten ist.
Alle anderen wahren Urteile nannte Kant „synthetisch“.
Unter anderem den Satz „7 + 5 = 12“.
Seine Begründung:
„Dass 7 zu 5 hinzugetan werden sollten,
habe ich zwar in dem Begriffe einer Summe = 7 + 5 gedacht,
aber nicht, dass diese Summe der Zahl 12 gleich sei.“ 2

Kants Sichtweise ist allerdings auf Widerspruch gestoßen,
von hochqualifizierter Seite und mit ausführlichen Begründungen.
Wie „analytisch“ und „synthetisch“ gegeneinander abzugrenzen sind,
das ist letztlich eine Frage der Definition.
Deshalb mag hier die Feststellung genügen,
dass Kants Sichtweise sich nicht durchgesetzt hat.

Für die Naturwissenschaften jedoch ist die Sache klar:
Dort haben „synthetische Erkenntnisse a priori“ nichts zu suchen.
Aussagen über naturwissenschaftliche Sachverhalte
bedürfen immer einer empirischen Überprüfung,
um zu Erkenntnissen zu werden;
„a priori“, d. h. ohne empirische Überprüfung,
kann es sich allenfalls um Vermutungen handeln.
Welch ein Irrtum es sein kann,
Aussagen über naturwissenschaftliche Sachverhalte
für Erkenntnisse a priori zu halten,
das zeigt sich in der Entwicklung der Physik im 20. Jahrhundert.
Viele dieser Aussagen, die man lange Zeit
für selbstverständlich wahr oder gar für notwendig wahr gehalten hatte,
mussten aufgegeben werden zugunsten von anderen Aussagen,
beispielsweise aus der Relativitätstheorie oder der Quantenmechanik,
weil diese Theorien besser mit den Beobachtungsdaten übereinstimmten als die Theorien der klassischen Physik.

 
Nicht alles, was ich in Störigs Buch las, erweckte in mir den Eindruck,
dass ich daraus etwas Wichtiges für mich lernen könnte. Das ist auch
kein Wunder. Störig berichtet auf Seite 681 über eine Umfrage
von Willy Hochkeppel, der an acht Männer, die an Universitäten Philosophie lehren, 40 Fragen gerichtet hatte, darunter 10 zur Ethik,
z. B. „Gibt es allgemeingültige, ewige Werte?“ oder „Lassen sich Tatsachenfeststellungen und Werturteile streng unterscheiden?“.
Die Antworten, wird berichtet, „liegen so weit auseinander“,
dass ein Ratsuchender „vermutlich nur selten
aus seiner Ratlosigkeit erlöst wird“.

Einiges von dem, was ich las, erweckte in mir gar den Eindruck, es gelte heute mehr denn je, was der alte Descartes zur Philosophie gesagt haben soll: „dass keine Ansicht so unsinnig ist, dass sie nicht von irgend jemandem vertreten worden wäre.“
(aus: Bertrand Russell, „Denker des Abendlandes“, S. 265)

 
Zum Glück hat mein „selektiver Umgang mit Philosophie“ auch seine positiven Seiten. Mein Interesse an erkenntnistheoretischen Themen blieb unbeschädigt. Einige Fragen weckten meine Neugier: Wie kann man Ethik auf eine rationale Grundlage stellen? Wie muss eine Ethik aussehen,
um hilfreich zu sein? Und: Was ist eigentlich
Wissen? Wie kommt es zustande, wie kommen wir zu einem rationalen Urteil darüber, was wir
für gewiss halten können?

 
Auf diese Fragen fand ich – Jahre später– interessante Antworten
in den Schriften von Karl Popper und Hans Albert,
den Begründern des Kritischen Rationalismus.

In Hans Alberts Buch Traktat über kritische Vernunft
las ich mit großem Interesse seine Kritik an Descartes’ Ansatz,
nach einem unerschütterlichen Fundament der Erkenntnis zu suchen. Diesen Ansatz meint Albert
als methodisches Prinzip so formulieren zu können:

„Suche stets nach einer zureichenden Begründung
aller deiner Überzeugungen.“ 3

Das Problem dabei:
In jeder Begründung wird etwas behauptet,
was nach diesem Prinzip seinerseits einer Begründung bedürfen würde.
So führt dies Prinzip zu einem Trilemma,
das Albert als „Münchhausen-Trilemma“ 4 bezeichnet hat:

        Entweder man gerät in eine Kette ohne Ende,
wenn für jede Begründung
eine neue Begründung gesucht wird,
für die ihrerseits eine neue Begründung zu suchen wäre;

        oder man gerät in einen Zirkelschluss,
wenn man eine Aussage als Begründung verwendet,
die in der Kette der Begründungen
vorher schon einmal vorgekommen ist
und als begründungsbedürftig angesehen wurde;

        oder man bricht das Verfahren an einem bestimmten Punkt ab –
was allerdings bedeutet, dass man sich an diesem Punkt
von seinem methodischen Prinzip verabschiedet.

Albert lehnt nicht nur die beiden ersten Möglichkeiten ab,
sondern auch die dritte:
das Verfahren bei bestimmten Aussagen abzubrechen,
zu erklären, dass diese Aussagen keiner Begründung bedürften,
und sie wie unbezweifelbare Wahrheiten zu behandeln –
das heißt, sie wie Dogmen zu behandeln.

Dann, meint Albert, „zeigt sich unsere dritte Möglichkeit als das,
was man bei einer Lösung des Begründungsproblems
am wenigsten erwarten sollte:
als Begründung durch Rekurs auf ein Dogma.“ 5

Albert warnt, ein solcher Dogmatismus
behindere die Gewinnung von grundlegend neuen Einsichten;
unter anderem hemme er den wissenschaftlichen Fortschritt,
„der sich häufig auf kontra-intuitivem und kontra-induktivem Wege durchsetzt, das heißt auf dem Wege einer radikalen Veränderung
unserer Denk- und Wahrnehmungsgewohnheiten.“ 6

Diese Probleme müssten nicht sein, meint Albert:

„Setzt man dagegen an die Stelle der Begründungsidee
die Idee der kritischen Prüfung,
der kritischen Diskussion aller in Frage kommenden Aussagen
mit Hilfe rationaler Argumente,
dann verzichtet man zwar auf selbstproduzierte Gewissheiten,
hat aber die Aussicht, durch Versuch und Irrtum –
durch versuchsweise Konstruktion prüfbarer Theorien
und ihre kritische Diskussion an Hand relevanter Gesichtspunkte – der Wahrheit näher zu kommen,
ohne allerdings jemals Gewissheit zu erreichen.“ 7

„Diese Problemlösung hat übrigens den Vorteil,
dass sie das erwähnte Münchhausen-Trilemma
überhaupt nicht entstehen lässt.“ 8

Ein wichtiger Vorzug dieser Idee der kritischen Prüfung
besteht aus meiner Sicht darin,
dass damit der Ansicht eine Absage erteilt wird,
dass eine rationale Diskussion
über sogenannte „letzte Voraussetzungen“ oder „oberste Prinzipien“ ausgeschlossen sei („de principiis non disputandum“).
Ich stimme der Auffassung zu, die Albert mit den Worten beschreibt:
„dass gerade grundlegende und wichtige Prinzipien
rationaler Diskussion am meisten bedürfen.“ 9

Ich sehe mich in der Tradition dieses Kritischen Rationalismus.
Ich teile die Überzeugung, dass zwar nichts absolut gewiss ist,
dass es aber dennoch möglich ist, Fragen unterschiedlichster Art – naturwissenschaftliche, ethische, politische und andere mehr –
rational zu diskutieren und zu entscheiden.

Braunschweig, den 30. Dezember 2011

Irene Nickel
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1 Kritik der reinen Vernunft,
Einleitung, V. In allen theoretischen Wissenschaften der Vernunft
sind synthetische Urteile a priori als Prinzipien enthalten
,
Kindle Edition, Position 539)

2 Kritik der reinen Vernunft,
Einleitung, V. In allen theoretischen Wissenschaften der Vernunft
sind synthetische Urteile a priori als Prinzipien enthalten
,
Kindle Edition, Position 556)

3 Traktat über kritische Vernunft, S. 11

4 Traktat über kritische Vernunft, S. 15

5 Traktat über kritische Vernunft, S. 16

6 Traktat über kritische Vernunft, S. 36

7 Traktat über kritische Vernunft, S. 41

8 Traktat über kritische Vernunft, S. 43

9 Traktat über kritische Vernunft, S. 41–42

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