Irene Nickel

Willensfreiheit

Freiheit, das kann die Freiheit sein,
das zu tun, was man will.
Diese Art von Freiheit – die Freiheit des Handelns
die gibt es zweifellos für viele Menschen in einem gewissen Umfang.

Aber wie steht es um die Freiheit des Willens?
Können Menschen frei sein
darin, was sie wollen und was nicht?

Oder wird der Wille des Menschen vollständig bestimmt
durch Faktoren, die ihm vorgegeben sind,
beispielsweise durch seine Gene und durch Einflüsse seiner Umwelt?

Zwar bleibt der Mensch nicht ein Leben lang
der hilflose Spielball der jeweils aktuellen Einflussfaktoren.
Mit der Zeit
wird die einmal erreichte Struktur von Persönlichkeit und Willen
selbst zu einem Einflussfaktor für die weitere Entwicklung.

Doch wenn diese Strukturen bis dahin
durch vorgegebene Einflussfaktoren vollständig bestimmt sind,
dann sind auch die Wirkungen dieser Strukturen
durch diese vorgegebenen Einflussfaktoren vollständig bestimmt.
Dann wird auch weiterhin
die Entwicklung von Persönlichkeitsstruktur und Willen
durch die vorgegebenen Einflussfaktoren vollständig bestimmt.
Dann bleibt kein Raum
für eine Freiheit der Willensbildung
im Sinne einer Unabhängigkeit von vorgegebenen Einflussfaktoren. 1

Es mag Versuche geben,
eine solche Idee der Willensfreiheit
mit Hilfe von religiösen Dogmen
oder sonstigen metaphysischen Spekulationen zu retten.
Ich für mein Teil halte mich lieber an das,
was es in dieser Welt zu beobachten gibt.
So gelange ich zu der Feststellung:

Willensfreiheit – im beschriebenem Sinne – gibt es nicht.

 
Zur gleichen Feststellung ist eine Reihe von Philosophen gelangt.
Eine Äußerung von Arthur Schopenhauer wird oft auf die Formel gebracht:
„Der Mensch kann zwar tun, was er will,
aber er kann nicht wollen, was er will.“ 2

Was das heißt, darüber hat es einige Verwirrung gegeben.
„Bin ich mir gar aufgezwungen?“,
lautet eine provozierende Formulierung in der FAZ. 3

Es tauchte die Frage auf, ob ohne Willensfreiheit
nicht dem Begriff der Verantwortung die Grundlage entzogen wäre.
Hier pflichte ich denjenigen Philosophen bei,
die den Begriff der Verantwortung verteidigen
mit dem Argument,
dass Verantwortung zwar eine Art von Freiheit voraussetzt,
aber nicht unbedingt eine Willensfreiheit im oben beschriebenen Sinn.

 
In eine ganz andere Richtung
gehen die Schlussfolgerungen von Michael Schmidt-Salomon,
der, gemeinsam mit seiner Tochter Lea Salomon,
Autor eines Buches ist mit dem Titel Leibniz war kein Butterkeks.
Der Rezension dieses Buches in der MIZ 2/11
entnehme ich folgenden Text:

„... wenn es um das Problem der nicht vorhandenen Willensfreiheit geht: Wie, ich habe keinen Grund, auf mich stolz zu sein,
weder auf meine Schönheit noch auf mein Talent,
ja nicht einmal auf meine schwer erkämpften Leistungen und Erfolge?
Und ich hatte nicht die Wahl, nach der Disco betrunken Auto zu fahren
oder nicht? Und wie ist das mit meiner Schuld, wenn ich dann
einen anderen Menschen schädige?
Hier werden herkömmliche und weit verbreitete Denkmuster
gehörig über den Haufen geworfen – zu unser aller Nutzen,
wie sich schließlich zeigt, denn
‚Man wird entspannter, wenn man sein eigenes Selbst
nicht mehr ganz so tödlich ernst nimmt.’ (S. 157)
und
‚Ich bin überzeugt, dass wir viel fairer und freundlicher
miteinander umgehen würden, wenn wir unsere Neigung
zu stolzer Selbstüberschätzung überwinden könnten.’ (S. 160)“

Diese Ausführungen veranlassten mich zu einem Leserbrief
mit meinen eigenen Überlegungen zum Thema Willensfreiheit:

Wäre es wirklich „zu unser aller Nutzen“,
wenn wir jene Denkmuster,
die häufig mit der Idee der Willensfreiheit verknüpft werden,
so radikal über Bord werfen würden,
wie es die Autor(inn)en empfehlen?
Und würden wir damit nicht auch philosophisch
hier und da das Kind mit dem Bade ausschütten?

„Mehr Gelassenheit“ ist zweifellos manch einem Zeitgenossen
zu empfehlen. So kann ein Mensch sich und anderen unangenehme Gefühle ersparen.
Andererseits hat allzu viel Gelassenheit ihren Preis:
So kann ein Mensch sich um die tiefe Befriedigung bringen,
die in engagierten Aktivitäten zu finden ist, die einem wichtig sind.

Ähnliches gilt für die Gefühle angesichts des eigenen Verhaltens.
Wenn ich meine Leistungen und Fehlleistungen
nicht mir selbst zurechne,
dann erspare ich mir zwar manchen Ärger
und vielleicht auch Schuldgefühle.
Aber ich verzichte auch auf die besondere Freude,
wenn ich eine Leistung oder einen Erfolg mir selbst zurechnen kann, weil ich hart und geduldig dafür gearbeitet habe.

Auch wenn ich einige meiner Leistungen und Fehlleistungen mir selbst zurechne,
liegt es dennoch zu einem nicht unbedeutenden Teil
an mir selbst, welche Gefühle daraus entstehen.
Zum einen, soweit es an mir selbst liegt,
was ich tue und was ich unterlasse.
Zum anderen, soweit es an mir selbst liegt,
wie ich mein Verhalten bewerte.
Wenn ich töricht genug bin, Perfektion von mir zu verlangen,
dann ist vorprogrammiert, dass ich mein Verhalten
häufig als unzureichend bewerten muss.
Wenn ich hingegen fair zu mir selbst bin
und realistische Maßstäbe anlege,
dann gebe ich mir die Chance,
mit meinem Verhalten zufrieden zu sein
und Fehlleistungen in der Regel gelassen zu begegnen.

Mit viel Pech kann es einem Menschen trotzdem passieren,
dass er so großen Schaden anrichtet,
dass Gelassenheit fehl am Platz wäre.
Beispielsweise, wenn jemand übermüdet oder unter Alkohol
Auto gefahren ist und einen Fußgänger schwer verletzt hat.
Auch in diesen Fällen wäre ich nicht der Meinung,
dass der Autofahrer sich selbst einen Gefallen tun würde,
wenn er unangenehme Gefühle von sich fernzuhalten versuchte
nach dem Motto:
„Was kann denn ich dafür?
Ich hätte doch gar nicht anders handeln können
schließlich hatte ich keinen freien Willen!
Also habe ich keine Schuld!“
Ich würde so etwas eher für eine Form der Verdrängung halten
als für den Beginn einer seelischen Verarbeitung,
die dem Autofahrer dabei helfen könnte,
so gut wie möglich mit dem Geschehenen zu leben. 4

Wohl ist unser Wille in einem gewissen Sinne nicht frei.
Was wir zu einem Zeitpunkt t in der Situation s wollen,
das wird bestimmt durch unsere Persönlichkeit zum Zeitpunkt t.
Und wie sich diese Persönlichkeit bis zu diesem Zeitpunkt entwickelt hat, darauf haben viele Faktoren eingewirkt,
auf die wir keinen Einfluss hatten.
Wir haben es uns nicht ausgesucht,
mit welchen Genen wir in welche Umwelt hineingeboren wurden.
Und auch später haben wir viele Erfahrungen gemacht,
die wir uns nicht ausgesucht haben.

Allerdings gewinnt diese Persönlichkeit im Laufe ihrer Entwicklung
mehr und mehr an Autonomie.
Mehr und mehr wird der Zustand unserer Persönlichkeit
zum jeweiligen Zeitpunkt zu einem bestimmenden Faktor dafür,
welche Anregungen wir aufgreifen,
welche Informationen wir uns verschaffen
und welche Überzeugungen wir uns zu eigen machen.
Mehr und mehr wird die Beschaffenheit der Persönlichkeit
zum bestimmenden Faktor für ihre weitere Entwicklung
(von Rückschlägen abgesehen, die nicht auszuschließen sind).

Im Normalfall identifiziert sich der Mensch
mit dem Ergebnis dieser Entwicklung:
„Jawohl, das bin ich:
ein Mensch mit einer Persönlichkeit,
wie sie sich bis zum jetzigen Zeitpunkt entwickelt hat,
aufgrund welcher Einflüsse auch immer.“
Damit sagt er nicht unbedingt,
dass er sich selbst rundherum prima finden würde.
Und schon gar nicht, dass er auf dem erreichten Stand
seiner Entwicklung stehenbleiben möchte.
Vielmehr geht es darum, dass er akzeptiert:
„Ob es mir gefällt oder nicht,
dieser Mensch mit dieser Persönlichkeit, das bin ich.
Folglich sind seine Entscheidungen meine Entscheidungen,
und sein Wille ist mein Wille.“

Diese Identifikation ist für viele Menschen so selbstverständlich,
dass sie sie nicht einmal formulieren.
Auch philosophisch halte ich sie für gerechtfertigt.
Denn was sollte „ich“ denn sein,
wenn nicht ein Wesen mit einem menschlichen Körper
und mit einer Persönlichkeit,
die sich auf der Grundlage bestimmter materieller Voraussetzungen in bestimmter Weise ausgeformt hat,
teilweise unter aktiver Mitwirkung
von früheren Entwicklungsstadien dieser Persönlichkeit?

Wenn ich sage:
„Es liegt an mir, wie ich mich zu einem Zeitpunkt t verhalte“,
dann meine ich damit:
„Es liegt an der Beschaffenheit meiner Persönlichkeit
zum Zeitpunkt t.“
Und je weiter die Entwicklung meiner Persönlichkeit
und meiner Urteilsfähigkeit bis zu diesem Zeitpunkt gediehen ist,
um so mehr erscheint es mir angebracht,
dass ich mich für mein Verhalten verantwortlich fühle.

Sich verantwortlich zu fühlen für eigenes Verhalten,
das mag manchmal unangenehm sein.
Aber es ist die Voraussetzung dafür,
dass ich mich selbst ernst nehmen kann.
Dabei geht es um Selbstachtung und um Menschenwürde.

Verantwortungsgefühl kann ein starkes Motiv
für wünschenswertes Verhalten sein –
im eigenen Interesse
und ebenso im Interesse eines erfreulichen Zusammenlebens
mit anderen Menschen.
Ich möchte gern unter Menschen leben,
die einander als Menschen ansehen,
die für ihr Verhalten verantwortlich sind.
Das heißt ja keineswegs,
dass wir einander mit Vorwürfen überschütten müssten.
Wenn wir faire Bewertungsmaßstäbe verwenden,
dann können wir überflüssige Vorwürfe vermeiden –
und wir eröffnen uns die Möglichkeit,
anderen Menschen die Anerkennung zukommen zu lassen,
die sie sich erarbeitet haben.

Verantwortungsgefühl und Streben nach wohlverdienter Anerkennung sind Triebfedern menschlichen Verhaltens.
Ohne sie würde wohl manche Bürgerrechtsbewegung
und manche Bürgerinitiative nicht zustande kommen
oder rasch wieder auseinander fallen:
wenn es langweilig wird, wenn Erfolge ausbleiben
oder wenn Meinungsverschiedenheiten auftauchen.

Ich möchte gern unter Menschen leben,
die Verantwortlichkeit als real anerkennen.
Nicht nur,
weil das zu wünschenswerten Verhaltensweisen beitragen kann. Sondern auch
wegen unserer Einstellung zu unseren Mitmenschen:
Nur wenn wir davon ausgehen, dass sie für ihr Verhalten
verantwortlich sind, respektieren wir sie als mündige Menschen.

(im Wesentlichen ungekürzt abgedruckt in MIZ 3/11)

Noch einige Überlegungen zum Thema „Freiheit“:

Freiheit in einem bestimmten Sinne,
nämlich Unabhängigkeit von vorgegebenen Einflussfaktoren,
die gibt es m. E. nicht.

Was sollte ich aber auch mit einer solchen „Freiheit“?
Es wäre eine „Freiheit“ von meiner eigenen Persönlichkeit,
die nun einmal das Resultat von vorgegebenen Einflussfaktoren ist;
es wäre eine „Freiheit“ von mir selbst.
Welchen Sinn sollte so etwas haben?

Erstrebenswerte Freiheit sieht anders aus:
nicht Freiheit von mir selbst.
sondern Freiheit zu mir selbst,
zur Verwirklichung der besten Tendenzen meiner Persönlichkeit.

Damit mir das gelingt, ist es wichtig,
dass ich erkenne, welche dieser Tendenzen die besten sind.
Wichtig ist also ein gutes Urteilsvermögen.

Hilfreich dafür sind vielfältige Kenntnisse:
nicht nur Kenntnisse über Fakten,
sondern auch über die relevanten Argumente,
die in der Diskussion von bedeutsamen Fragen vorgebracht werden.

Schädlich für das Urteilsvermögen – und damit für die Freiheit –
sind falsche Informationen.
5
Gleiches gilt für einseitige Informationen:
Eine halbe Wahrheit ist nicht selten eine ganze Lüge.
Einseitige Informationen
sind nicht selten eine besonders effektive Methode,
Menschen zu manipulieren. 6

Ein Beispiel dafür ist die weitverbreitete Gewohnheit,
Kindern eine Religion wie die christliche nahezubringen,
ohne über wichtige Einwände wie das Theodizee-Problem
in der gebotenen Ausführlichkeit zu informieren.

Mit vielfältigen Kenntnissen ist es nicht immer getan.
Die besten Kenntnisse –
und die besten Fähigkeiten zu systematischem Denken –
helfen manchmal wenig ohne die Bereitschaft,
unvoreingenommen zu prüfen
und auch unwillkommene Ergebnisse zu akzeptieren.

Das ist nicht immer leicht.
Beispielsweise, wenn es darum geht,
einen liebgewordenen religiösen Glauben aufzugeben,
nachdem man durch Auseinandersetzung mit dem Theodizee-Problem
zu dem Ergebnis gekommen ist,
dass seine Lehren eindeutig unglaubwürdig sind.
Dazu gehört nicht nur die Zustimmung zu dem Prinzip,
dass gut begründete Ergebnisse
auch dann zu akzeptieren sind, wenn sie unwillkommen sind.
Manchmal erfordert es auch eine Persönlichkeitsstruktur,
die dazu befähigt, um zutreffender Erkenntnis willen
gewisse psychische Belastungen in Kauf zu nehmen. 7

Die Freiheit des Denkens und des Wollens,
die es wert ist, dass wir danach streben,
erfordert beides:
ein gutes Urteilsvermögen
auf der Basis von vielfältigen und zutreffenden Informationen,
und eine Persönlichkeitsstruktur,
die es erlaubt, dies Urteilsvermögen so gut wie möglich zu nutzen.

Braunschweig, den 10. November 2011

Irene Nickel
_________________________________________________________

1 Diese Überlegung gilt unabhängig davon,
ob man von einem deterministischen Weltbild ausgeht
oder ob man auch mit dem Einfluss von Zufällen rechnet.
Auch die Ergebnisse von Zufällen liegen nicht in unserer Macht.

2 Nach Wikiquote Disclaimer schrieb Schopenhauer:
„Du kannst t h u n was du w i l l s t: aber du kannst, in jedem gegebenen Augenblick deines Lebens, nur ein Bestimmtes w o l l e n
und schlechterdings nicht Anderes, als dieses Eine“
     (Schopenhauer, Arthur. (1978). Preisschrift über die Freiheit
      des Willens. Hamburg: Felix Meiner, S. 58-59.
      Hervorhebungen wie im Original)

3 Überschrift einer Rezension Disclaimer von Gerhard Kaiser zu:
Friedrich Hermanni, Peter Koslowski (Hrsg.):
Der freie und der unfreie Wille.
(Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 27. Mai 2005)

4 Nachträgliche Bemerkung dazu:
Auch wenn man den Begriff der „Schuld“ für unangemessen
oder sogar für unsinnig hält, behalten Erfahrungen wie die genannte
ein erhebliches Gewicht. „Ich bin jemand, der durch seinen Leichtsinn
einem anderen Menschen schweren Schaden zugefügt hat“,
das ist eine Erkenntnis mit bedeutsamen Konsequenzen
für die Selbsteinschätzung, die in entsprechendem Maße
einer seelischen Verarbeitung bedarf.

5 Schädlich sind falsche Informationen
nicht nur für die Entwicklung der Persönlichkeit,
sondern manchmal auch sehr konkret
für die Selbstbestimmung des Handelns.
Denn eine Selbstbestimmung, die den Namen verdient,
ist vor allem eine Bestimmung der Ergebnisse,
weniger eine Bestimmung der Mittel.

Schaden stiften falsche Informationen beispielsweise dann,
wenn Menschen durch pseudowissenschaftliche Ausführungen
zu einer Diät verleitet werden,
von der sie sich positive Wirkungen auf ihre Gesundheit versprechen,
während sie damit tatsächlich ihrer Gesundheit Schaden zuzufügen.

Gemeinsames Persönlichkeitsmerkmal der meisten dieser Menschen
ist eine hohe Motivation, etwas für ihre Gesundheit zu tun.
Sie hätten sich sicherlich nicht für diese Diät entschieden,
wenn sie nicht durch falsche Informationen irregeleitet worden wären.
Den Ausschlag für ihre Entscheidung
haben also die falschen Informationen gegeben,
nicht ihre Persönlichkeit.
Das ist keine Selbstbestimmung,
das ist Fremdbestimmung durch falsche Informationen.

6 Was schädlich ist für die Freiheit, das ist oft leichter auszumachen,
als was nützlich ist. Krasse Fälle von einseitiger Information
fallen ins Auge – aber wie genau müsste das Gegenteil aussehen,
worüber aus einer Vielfalt von Standpunkten müsste wie ausführlich
informiert werden, damit eine reichhaltige Auswahl nicht den Vorwurf der Einseitigkeit verdient?

Mich erinnert das an eine Passage aus Klaus Kordons Roman Im Spinnennetz: „»Was ist das denn eigentlich – Freiheit?«,
will David da plötzlich wissen. »Ich meine, wann ist man wirklich frei?«
Jenes Gespräch, das er mal mit Onkel August führte! Onkel August sagte, er könne sich unter Freiheit eigentlich gar nichts Rechtes vorstellen, nur was Unfreiheit sei, das wisse er ganz genau.“

(Seite 517 in der broschierten Ausgabe)

7 Falls jemand nach diesen Bemerkungen vermutet, dass mir selbst
vor vielen Jahren die Erkenntnis, dass zentrale Lehren
meines damaligen religiösen Glaubens eindeutig unglaubhaft waren,
zunächst unwillkommen war und mit psychischen Belastungen einherging, so ist diese Vermutung zutreffend.
Diese unangenehmen Gefühle gab es bei mir jedoch nur
in der ersten Zeit. Bald schon überwogen die positiven Gefühle.
Ich bin sehr froh darüber, dass es mir gelungen ist,
mich zunächst vom christlichen Glauben
und schließlich von jedem Glauben an Gott zu lösen.
Insgesamt gesehen hat mir das weit mehr psychische Belastungen erspart, als ich damals in Kauf nehmen musste.

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